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Wie pflege ich meine Brille richtig?

Brille wird mit Brillenputztuch geputzt

Man versucht es zwar zu vermeiden, aber Fingerabdrücke, Schmutz und Staub bleiben auf der Brille oft nicht aus. Einfach den Ärmel oder ein Taschentuch benutzen ist dann keine gute Idee, denn die können winzige Kratzer im Glas hinterlassen. Die Brille richtig zu putzen will gelernt sein – hier erfahren Sie, wie es geht.

Kratzer sind ärgerlich und gehen nicht mehr weg

Die Veredelungsschichten eines Brillenglases
Brillengläser sind heutzutage echte Hightech-Produkte: Sie bestehen aus mehreren Lagen, wie der Härtungs-, Entspiegelungs- und einer wasserabweisenden Schicht. Der Nachteil daran: Kratzer auf dem Brillenglas kriegt man durch Polieren oder Schleifen nicht wieder weg – Bei einer Dicke von gerade mal 0,2 bis 1 Mikrometer pro Lage ist es unmöglich Korrekturen vorzunehmen ohne diese Schichten zu beschädigen.

Warum der Ärmel keine gute Idee ist

Um die Brillengläser zu reinigen benutzen viele das Stoffstück, was gerade als nächstes zur Hand ist – meistens hält dafür der Ärmel, ein Taschentuch, oder die Krawatte her. Davon raten Experten aber ab: Brillen sollten grundsätzlich nicht mit Baumwolltüchern oder Taschentüchern geputzt werden! Denn anders als Mikrofasertücher nehmen Baum- wolle und Zellstoff kleine Partikel nicht auf.

Die Gefahr dabei: dass man diese Partikel, die man entfernen will, auf der Oberfläche verreibt und Kratzer verursacht. Dadurch entstehende Schrammen sind mit dem bloßen Auge manchmal kaum sichtbar, aber sie verursachen unkontrollierte Streuung der Lichtstrahlen, wodurch Schwierigkeiten beim Scharfsehen auftreten. Was noch gravierender ist: Das Auge muss permanent nachschärfen, was zu Kopfschmerzen führt. Kommt es trotzdem zu Kratzern auf den Brillengläsern, ist der Gang zum Optiker, der die Gläser austauscht, unvermeidlich.

Die Fassung bewahren

Eine Brille liegt zur Reinigung im UltraschallbadNeben den Brillengläsern braucht auch die Fassung die richtige Pflege. Schmutz, Kosmetika und Schweiß verlangen dem Material nämlich einiges ab. Eine Dusche unter lauwarmem Wasser mit wenigen Tropfen Spülmittel beugen Verschleiß vor. Noch mehr künstliche Zusätze als Spülmittel sind nicht zu empfehlen. Besonders bei Kunststofffassungen kann sich sonst die Oberflächenbeschichtung lösen und Glanz verloren gehen.
Spätestens alle sechs Monate wird eine Fassungsreinigung in einem Ultraschallbad empfohlen. Optiker bieten sie kostenlos als Serviceleistung an. Wer sich den Weg zum Optiker sparen oder sie häufiger durchführen will, kauft sich ein Ultraschallgerät für zuhause.

Tipp: Geben Sie Ihrer Brille einen Stammplatz
Eine Brille liegt zusammen mit einem Brillentuch im Brillenetui
Ein fester Platz hilft die Brille immer wiederzufinden.

Angesichts der Tatsache, dass eine zerstörte Brille der häufigste Grund für den Kauf einer neuen ist, entscheidet vor allem der tägliche Umgang mit ihr über ihre Lebens-dauer. Ein einfaches Mittel, das allzu häufig vernachlässigt wird, ist es, der Brille einen festen Platz zu geben, wenn sie nicht auf der Nase sitzt. Die Kommode oder der Nachttisch bieten sich hierfür an, um sich unnötige Sucherei zu ersparen. Ein Hartschalen-Etui ist außerdem die beste Methode, um die Brille vor Beschädigungen zu schützen.

Niemand mag es zu heiß oder zu kalt

Brille auf dem Armaturenbrett eines AutosGrundsätzlich sollte die Brille nicht großen Temperaturunterschieden ausgesetzt sein. Orte wie das Armaturenbrett im sommerlich aufgeheizten Auto, die Sauna oder Heizungen gilt es für die Brille zu meiden.

Hohe Temperaturen können wegen der unterschiedlichen Struktur von Grundglas und Beschichtungen zu Spannungsrissen führen, die Brillengläser und Fassungen beschädigen.

Wenn Sie diese Tipps zur Brillenpflege beherzigen, dann steht einer langen Freude an der Brille nichts im Weg. Schließlich kann die Sehhilfe ihre optimale Wirkung nur entfalten, wenn sie sauber und gut geputzt ist.

Was sind Ihre Tipps zur Brillenpflege? Sagen Sie es uns in der Kommentarspalte!

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