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Die Gleitsichtbrillen Eingewöhnung

Frau bekommt Gleitsichtbrille angepasst

Wer kurzsichtig ist und mit ca. 40 Jahren dazu von Altersweitsichtigkeit betroffen ist, für den ist eine Gleitsichtbrille die ideale Lösung um im Alltag nicht ständig zwischen Nah- und Fernbrille wechseln zu müssen. Der einzige Wermutstropfen: Rund 30% aller Gleitsicht-Anfänger brauchen erst mal ein bisschen Zeit, um sich an das neue Sehgefühl zu gewöhnen.

Wir haben eine einfache 5-Schritt-Anleitung zusammengestellt, mit der sie in wenigen Tagen bis Wochen die Gleitsicht meistern sollten. Denn wie bei so vielen Dingen im Leben gilt auch hier die einfache Devise: Übung macht den Meister.

1. Die richtige Brillenfassung auswählen

Den Grundstein für ein optimales Gleitsicht-Erlebnis legen Sie schon mit der Brillenfassung. Zunächst muss Ihnen das Gestell natürlich von Stil und Aussehen her gefallen. Achten Sie aber auch auf einen guten Sitz und ein angenehmes Tragegefühl, und stellen Sie sicher dass das Glas ausreichend hoch ist und so genug Platz für die verschiedenen Sehzonen bietet. Im my-Spexx Shop z.B. wird Gleitsicht erst ab 29 mm Glashöhe angeboten, um ausreichend große Sichtfelder zu gewährleisten.

2. Die Fassung anatomisch anpassen lassen

Stellen Sie sicher, dass Ihre Gleitsichtbrille richtig auf der Nase sitzt: Sie sollte weder drücken noch ziehen, und der Punkt an dem Sie durch das Glas schauen sollte genau in der Mitte liegen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Gestell wirklich korrekt im Gesicht liegt, dann besuchen Sie den Optiker Ihres Vertrauens und bitten Sie ihn, einmal einen Blick darauf zu werden.

3. Den Aufbau des Glases kennen

Wenn man mit etwas richtig umgehen können will, dann sollte man im besten Fall natürlich auch wissen wie es überhaupt funktioniert. Doch keine Sorge: Sie brauchen keine Optiker-Ausbildung oder Fachwissen über Augenanatomie um das Grundprinzip einer Gleitsichtbrille zu verstehen.

-Infografik: Unscharfe Randbereiche bei einer Gleitsichtbrille

Alles was Sie wissen sollten ist folgendes: Im oberen Bereich des Gleitsichtglases wird Ihr Sehen in der Ferne korrigiert und im unteren Bereich das Sehen in der Nähe. Dazwischen befindet sich ein „gleitender“ Übergang (daher auch der Name). Zu guter Letzt befinden sich an den Seiten der Gläser Randbereiche, durch die kein scharfes Sehen möglich ist. Diese Randbereiche gilt es also weitestgehend zu vermeiden.

4. Je nach Situation den Kopf richtig bewegen

Wenn Sie den Aufbau des Glases verinnerlicht haben, dann gilt es nur noch darauf zu achten, in der richtigen Situation durch den richtigen Teil des Glases zu blicken. Dafür gibt es ganz einfache Regeln bei waagerechten und bei senkrechten Kopfbewegungen:

Waagerechte Kopfbewegungen
Wegen den unscharfen Randzonen können Sie bei einer Gleitsichtbrille nicht rein durch Pupillenbewegung „aus den Augenwinkeln“ scharf sehen. Stattdessen sollten Sie bei Blicken zur Seite immer den Kopf ein wenig mit drehen, damit Ihr Blick durch den scharfen Teil des Glases fällt. Das ist besonders beim Autofahren wichtig, zum Beispiel beim Schulterblick.

Senkrechte Kopfbewegungen
Achten Sie bei senkrechten Kopfbewegungen immer darauf, dass Sie für das Sehen in der Ferne durch den oberen Teil des Glases schauen, und für die Nähe durch den unteren Teil. Besonders beim Treppen runtergehen sollten Sie dabei aufpassen: Aus Gewohnheit senkt man hier zwar den Kopf, aber dann würden Sie bei Gleitsicht durch den falschen Teil des Glases blicken. Achten Sie also beim Treppen runtergehen immer darauf, den Kopf gerade zu halten und nur mit dem Blick nach unten zu gehen.

5. Die Gleitsichtbrille so oft wie möglich tragen

Wenn Sie mit dem richtigen Gestell und einem ordentlichen Sitz den Grundstein gelegt haben, den Aufbau des Glases kennen und entsprechend auf Ihr Sehverhalten achten, dann gilt es jetzt nur noch das neue Verhalten zu festigen und in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Dafür sollten Sie einfach nur die Gleitsichtbrille so viel und so oft wie möglich tragen. Am besten setzen Sie sie schon morgens auf uns nehmen Sie nur in absoluten Ausnahmefällen ab (z.B. wenn Sie sich beim Autofahren unsicher fühlen).

Sie werden sehen: Je länger Sie sich mit dem neuen Seheindruck beschäftigen, desto selbstverständlicher wird er mit der Zeit für Sie werden.

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